Sekretariatsöffnungszeiten: Mo - Do 07:30 Uhr bis 15:00 Uhr | Fr 07:30 Uhr bis 13:00 Uhr

Gelebte deutsch-polnische Freundschaft: 15 Jahre Städtepartnerschaft Bad Sooden-Allendorf - Krynica-Zdrój

Bereits im Oktober 2025 konnte eine Gruppe von ca. 20 Personen aus Bad Sooden-Allendorf die polnische Gastfreundschaft kennenlernen. Neben Mitgliedern des Freundeskreises für die Städtepartnerschaft mit Krynica-Zdrój unter Leitung der Vorsitzenden des Freundeskreises Danuta Neuding-Baier, konnten auch Vertreter der Stadt Bad Sooden-Allendorf, Mitglieder des Heimatvereins mit seinem Vertreter und Salzträger Uwe Friederich sowie des Brunnenfestausschusses mit seinem Vorsitzenden Tobias Klenke anlässlich der dortigen Feier zum 15-jährigen Partnerschaftsjubiläum Krynica-Zdrój und seine Umgebung erkunden, kulturelle und kulinarische Höhepunkte genießen und durch interessante Gespräche und Begegnungen den Bürgerinnen und Bürger der Partnerstadt näher kommen. Der Verein für Heimatkunde und der Brunnenfestausschuss präsentierten dabei die Tradition des Salzsiedens.

Vom 21. bis 26.05.2026 fand nun der Gegenbesuch der polnischen Gäste in Bad Sooden-Allendorf statt. 11 Schülerinnen und Schüler sowie 11 Erwachsene begleiteten die langjährige Vorsitzende des Freundeskreises Izabela Micek und den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Krynica-Zdrój Paweł Maślanka, um gemeinsam die Feierlichkeiten zum 15-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft in Bad Sooden-Allendorf zu begehen.
Mit der Begrüßung der Gäste auf dem Marktplatz durch den ersten Stadtrat Lars Faßhauer, den Stadtverordentenvorsteher Tobias Klenke und Robert Trube, Magistratsmitglied und Verantwortlicher für die Städtepartnerschaft, sowie der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Danuta Neuding-Baier wurde eine neue Tradition geboren. Die Ankunft der polnischen Gäste wurde mit dem Läuten der Freundschaftsglocke, ein Geschenk aus Krynica-Zdrój anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt Bad Sooden-Allendorf, und dem Hissen der Fahne der Partnerstadt verkündet. Auf ähnliche Weise erfolgte dann auch der Abschied 5 Tage später.
Der Vorstand des Freundeskreises und aktive Mitglieder hatten für die Unterbringung der Gäste gesorgt und ein umfangreiches Besuchsprogramm organisiert. Die polnischen Gäste verbrachten gemeinsam mit ihren Gastgebern eine wunderbare und erlebnisreiche Zeit mit Ausflügen zur Wartburg in Eisenach und den Wasserspielen am Schloss Wilhelmshöhe in Kassel. Arnold Baier vom Verein der Freundinnen und Freunde jüdischen Lebens im Werra-Meißner-Kreis informierte die Synagoge Abterode über die lokale jüdische Geschichte auch in Bezug auf Bad Sooden-Allendorf. Die Gäste wurden anschließend am Rehberg mit einem afghanisch-iranischen Picknick überrascht. Die Schülerinnen und Schüler weilten in der Zwischenzeit an der Rhenanus-Schule. Gemeinsam mit ihren jungen Gastgeberinnen und Gastgebern gestalteten sie in einem von Albert Sonnabend angeleiteten Kunstworkshop kreative Versionen der beiden Stadtwappen und bemalten Steine, die später am Grenzmuseum niedergelegt wurden.
Ein Höhepunkt des Programms war der Besuch des Grenzmuseums. Wolfgang Ruske und Martin Herrmann organisierten Führungen, in denen immer wieder der Zusammenhang zwischen europäischer, polnischer und deutscher Geschichte herausgestellt wurde. Im Anschluss daran dankte Herr Maślanka Wolfgang Ruske für seinen jahrelangen Einsatz für die deutsch-polnische Freundschaft. Nach einem gemeinsamen Essen endete der Abend mit einer Podiumsdiskussion. Izabela Micek, Vorsitzende des Freundeskreises in Krynica-Zdrój, Henryk Wiewóra, Vorsitzender des Gemeinderates der polnischen Partnerstadt, Calvin Grede, Stadtrat in der deutschen Badestadt, Carina Faßhauer, Vorsitzende des Freundeskreises der Städtepartnerschaft mit der französischen Partnerstadt Landivisiau, und Silke Bárcenas, stellvertretende Vorsitzende des Freundeskreises mit Krynica-Zdrój und Verantwortliche für die Schüleraustausche der Rhenanus-Schule, diskutierten über Toleranz, die Wichtigkeit von Schul- und Städtepartnerschaften und die Einbeziehung junger Menschen in zwischenstaatlichen Begegnungen. Die Diskussion wurde von Martin Herrmann moderiert,

Zu einer Partnerschaftsfeier gehört auch der offizielle Festakt, der am Abend des 23.05.2026 im Hochzeitshaus begangen wurde. Umrandet mit verschiedenen musikalischen Beitragen wiesen die Festredner Paweł Maślanka, Izabela Micek, Robert Trube und Danuta Neuding-Baier auf die Bedeutung der Städtepartnerschaft für die beiden Kurstädte hin. Europa sei die zentrale Idee, die beide Städte und Völker verbinde. Es gebe mehr Verbindendes als Trennendes. Die Städtepartnerschaft bestehe nicht nur auf dem Papier, sondern sei gelebte Wirklichkeit. Das zeige sich an zahlreichen Begegnungen auf verschiedensten Ebenen. Gegenseitige Besuche gab es bereits im Rahmen von Schüleraustauschen, Fahrten von Pfadfindern und Mitgliedern der Feuerwehren sowie von Vertretern der beiden Städte. Der Dank der Rednerinnen und Redner galt immer wieder den Initiatoren der Städtepartnerschaft Izabela Micek und Emil Bodziony, damaliger Bürgermeister von Krynica-Zdrój sowie Teresa Grewe und Ronald Gundlach, die die Städtepartnerschaft auf deutscher Seite anbahnten.
Auch der Besuch am Pfingstwochenende war kein Zufall. Tobias Klenke hatte die polnischen Gäste zum Brunnenfest eingeladen und sie sind dieser Einladung gefolgt. Gemeinsam nahm die deutsch-polnische Gruppe am Kirchgang und den Festzug durch Sooden teil. Pfarrer Bormuth erwähnte in seiner Predigt die deutsch-polnische Geschichte und die Notwendigkeit einer Aussöhnung. Beim anschließenden Festakt übermittelte Paweł Maślanka die Grußworte des Bürgermeisters von Krynica-Zdrój, Piotr Ryba, und überreichte eine Tafel mit den Stadtwappen der beiden Partnerstädte. Am Vortag hatten die polnischen Gäste bereits die Möglichkeit, beim Salzsieden zuzuschauen und auf Einladung der Stadt Bad Sooden-Allendorf die Werratal-Therme zu besuchen.
Eine solche Veranstaltung ist ohne die finanzielle und personelle Unterstützung vieler Beteiligter nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt der ehemaligen ersten Stadträtin Andrea Stöber, die die Vorbereitung des Treffens von Seiten der Stadt unterstützt hat, dem ersten Stadtrat Lars Faßhauer, der nach seiner Wahl diese Aufgabe übernahm, Robert Trube für die Begleitung des Austausches in seiner Funktion als verantwortliches Magistratsmitglied für die Städtepartnerschaften, der Familie Dumi für die Beherbergung der polnischen Gäste in der Pension Dea und die Verpflegung im Restaurant Olympia, dem deutsch-polnischen Jugendwerk für die Finanzierung des integrierten Schüleraustausches, der Familie Bárcenas für die Bereitstellung des Gartens und damit einer Umgebung, die zur Annäherung der beiden Delegationen beigetragen hat, sowie allen Sponsoren und Helfern, ohne die eine Städtepartnerschaft nicht existieren kann.
Die nächsten Begegnungen sind bereits geplant. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern wird im Januar 2027 zu einem Austausch in Krynica-Zdrój weilen, die Pfadfinder planen eine Reise in die Partnerstadt bereits für diesen Sommer und im Juli 2027 soll es ein weiteres Treffen von Bürgerinnen und Bürgern der beiden Städte unter Beteiligung der Kantorei und des Kammerchores St. Crucis ebenfalls in Polen geben.

Bewertungen:

3.2 | 6 votes
  

  • Zugriffe: 37
Rhenanus-Schule
Im Huhngraben 2
37242 Bad Sooden-Allendorf
 

 

 

Telefon: 05652 / 95 888 0
FAX:      05652 / 95 888 0
E-Mail:  info@rhenanus-schule.de