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Geschafft! Die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten beim traditionellen Jahrgangsfoto.
Geschafft! Die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten beim traditionellen Jahrgangsfoto.

Reif für die Welt! Der Abi-Jahrgang glänzt mit Traumnoten

19. Juni, 11.30 Uhr – In der festlich gefüllten Aula der Rhenanus-Schule lag an diesem Vormittag ein ganz besonderes Knistern in der Luft. Schicke Outfits, stolze Eltern, glückliche Lehrkräfte und mittendrin unsere frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten, die bereit für den feierlichen Erhalt ihrer Zeugnisse waren. 

Hymnen auf die Zukunft - Gänsehaut-Soundtrack inklusive

Für den mitreißenden Rhythmus der Feier sorgte die Schulband unter der Leitung von Herrn Wichert. Die Musikerinnen Emily Neumann, Anna Herbich und Hannah Marchewka lieferten eine Performance ab, die unter die Haut ging.

Besonders der Song „Iris“, bekannt aus dem Film „Stadt der Engel“, wurde zum perfekten emotionalen Spiegel für den Jahrgang. Das Lied handelt von bedingungsloser Liebe, von Identität und dem Wunsch, sich jemandem komplett zu öffnen. Ein perfektes Sinnbild für die Abiturientinnen und Abiturienten. Sie ziehen nun hinaus in die Welt, um ihre eigene Identität zu finden, sich zu verändern, sich der Welt zu öffnen und mutig ihren eigenen Wünschen zu stellen.

Kluge Worte, KI und das „Gute im Blick“

Schulleiterin Frau Dr. Brenner fand in ihrer Eröffnungsrede genau die richtige Balance zwischen feierlichem Lob und nachdenklichen Impulsen für die Zukunft. Sie sprach offen an, dass das Bildungssystem Jugendliche manchmal in starre Grenzen presst und man im Schulalltag oft „nur“ als Schüler und nicht immer als komplexer Mensch wahrgenommen wurde. Umso wichtiger sei es, jetzt die eigenen Träume zu leben, der Allgemeinheit mit Respekt zu begegnen und Werte zu verteidigen.

In Zeiten, in denen Künstliche Intelligenz vermeintlich alle Antworten parat hat, gab sie den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg, das eigene Wissen zu aktivieren und nicht blind der Technik zu vertrauen. Neben dem Dank an die Eltern hob sie auch den Rückhalt bestimmter Lehrkräfte hervor, die den Weg zum Abitur geebnet haben. Ihr Schlusswort: „Feiert, um das Gute und Schöne sichtbar zu machen!“

Von Babyboomern und der Rückkehr nach BSA

Als Vertreter der Landrätin überbrachte Herr Friedel Lenze herzliche Grüße (auch von Frau Rathgeber, der Landrätin des Werra-Meißner-Kreis). Er blickte schmunzelnd auf sein eigenes, 40-jähriges Abiturjubiläum zurück und hatte einen klaren Auftrag im Gepäck: „Die Abiturienten und Abiturienten sollen nun die „Babyboomer“ ablösen, da draußen ordentlich etwas bewegen – und später unbedingt nach Bad Sooden-Allendorf zurückkehren, um hier noch mehr zu bewegen!“

In eine ähnliche Kerbe schlug Calvin Grede, der stellvertretend für den Bürgermeister sprach. Auch er ermunterte die Absolventinnen und Absolventen zur Weltoffenheit im neuen Lebensabschnitt: „Tragt die Heimatstadt im Herzen – vielleicht führt der Weg euch zurück, das wäre toll.“

GZSZ, die Simpsons und der eigene „Algorithmus“

Für absolute Prime-Time-Stimmung sorgte der Vertreter der Stadtverordneten, Tobias Klenke. Er startete direkt mit einem humorvollen Seitenhieb auf seine Tochter Luise, die später für die SV sprach: „Luise, ich will dich nicht blamieren... damals als Abiturient habe ich das auch meiner Mutter gesagt.“

In seiner Rede schlug er eine Brücke von der Popkultur zur Realität: Während in seiner Generation die Daily Soap „GZSZ startete und bis heute für Quote sorgt, fokussierte er sich auf die Kultserie „Die Simpsons“. In der Folge „Homers Odyssee“ singt Bart Simpson das Lied „Am Brunnen vor dem Tore“. Klenkes logischer Schluss: „Bad Sooden-Allendorf ist eine Weltstadt, das wusste man schon immer! Eine Stadt mit enorm viel Potenzial, in die es sich zurückzukehren lohnt.“

Sein Rat an die Generation Google, wo einem die Interessen oft per Algorithmus diktiert werden: „Besinnt euch auf eure echten, eigenen Interessen und findet euren ganz persönlichen ,Alco-Rhythmus´. Bleibt neugierig, weltoffen und frei nach dem Motto: ,Just do it!´“

Frauenpower in der SV: Abschied nach harten 13 Jahren

Die Schülervertretung (SV), vertreten durch Luise Klenke und Magdalena Rotter, feierte die Abiturientinnen und Abiturienten für das Ende eines großen Lebensabschnitts. Nach 13 harten Schuljahren hieß es endlich: Aufatmen und freuen! Die beiden nutzten die Bühne für ein ganz großes Dankeschön: Für ihr herausragendes Engagement in der SV wurden Jazz Gutzeit, Tom Reichert und Mia Großheim gebührend gefeiert: „Euch alles Gute für die Zukunft!“

Gute Zeiten, schlechte Zeiten – und ein umgedichtetes Lied

Oberstufenleiterin Frau Barcenas vergaß in ihrer Rede nicht, dem Förderverein (vertreten durch Frau Gerbig) zu danken, der unermüdlich Großes für die Schule leistet. Auch sie blickte auf die „guten und schlechten Zeiten“ der Oberstufenjahre zurück. Manche nahmen es auf die leichte Schulter, andere machten sich unnötig Sorgen. Es wurde diskutiert, beobachtet, getröstet, manchmal war man wütend auf sich selbst und gleichzeitig blitzten sensationelle künstlerische Talente auf. Vor allem aber wurde gelernt, Konflikte mit Toleranz und Respekt zu lösen.

Mit Blick auf die Weltlage (Kriege, Umweltzerstörung, Aggressionen) räumte sie ein, dass man Angst bekommen könnte. Umso mehr forderte sie die Abiturientinnen und Abiturienten aufgegeben, dagegen vorzugehen, Mauern einzureißen und das Erreichte zu feiern. Frei nach dem Motto: „Schüler werden ist nicht schwer, Schüler sein dagegen sehr!“

„Guten Morgen“ und das Beste kommt erst noch!

Die offizielle Schülerrede hielt Jonah Igel mit einem genialen Aufhänger, nämlich der Grußformel „Guten Morgen“. Ein Satz, mit dem nicht nur jeder zähe Unterricht begann, sondern mit dem auch lebenslange Freundschaften geschlossen wurden. 

Er ließ die gemeinsame Zeit Revue passieren: Klassenwechsel, Corona-Tests, ständige Lehrerwechsel, hitzige Diskussionen, legendäre Fahrten und der unbezahlbare „Gossip“ mit einer Lehrkraft im Unterricht, der die anstrengende Abiphase um ein Vielfaches leichter machte. Seine optimistische Botschaft an alle: „Das Beste liegt nicht hinter uns, sondern das kommt erst noch!“

Der große Moment: Zeugnisse und ein sensationeller Schnitt

Und dann wurde es feierlich: Die ersehnten Zeugnisse wurden überreicht! Und dieser Jahrgang kann sich mehr als sehen lassen: Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 2,18. Ein riesiger Erfolg, bei dem eine ganze Reihe von Absolventinnen und Absolventen eine stolze 1 vor dem Komma auf dem Zeugnis stehen hat!

Der krönende Abschluss: Ein Jahrgang voller Spitzenleistungen

Der emotionalste Höhepunkt des Abends folgte traditionell ganz zum Schluss der Feierlichkeiten in der Aula: die lang ersehnte Verkündung der Notendurchschnitte und die Vergabe der Sonderpreise für herausragende Leistungen. Die monatelange Anspannung biochemische wich spürbarem Stolz, als die Oberstufenleiterin das Wort ergriff, um die besten Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs gebührend zu würdigenden.

Hervorragende Schnitte im Einser-Bereich

Unter dem Applaus von Eltern, Lehrkräften und Mitschülern wurden die Gesamtergebnisse verlesen:

  • Aaliyah Fernau: 1,9
  • Tom Reichert und Jonah Igel: 1,8.
  • Hannah Ehrenberg: 1,7.
  • Alica Sabitov: 1,5.
  • Sophie BerlinghoffJazz Gutzeit und Mia Großheim: 1,4

Sonderauszeichnungen in den Fächern

Neben den Gesamtschnitten wurden auch herausragende Leistungen in den Kernfächern geehrt. Sophie Berlinghoff wurde im Fach Englisch ausgezeichnet. Nur wenig später durfte sich Mia Großheim über die Ehrung als beste Schülerin im Fach Deutsch freuen.

Die Traumnote des Jahres und der Naturwissenschaftspreis

Für den Höhepunkt des Abends sorgte schließlich eine Schülerin. Mit der absoluten Spitzen- und Traumnote von 1,0 sicherte sich Janna Kenter den Titel der Jahrgangsbesten. Doch damit nicht genug: Janna glänzte zudem als Bestmögliche in den Fächern Mathematik und Chemie.

Ihr Chemielehrer, Herr Niedenbrück, fand dafür lobende Worte und betonte stolz, dass Janna seinen Erwartungshorizont nicht nur immer erreicht, sondern exakt das gleiche chemische Verständnis wie er selbst an den Tag gelegt habe. Im Anschluss wurde ihr von ihrem Mathematiklehrer, Herrn Morawietz, der begehrte Naturwissenschaftspreis überreicht. Herr Morawietz hob in seiner Ansprache sichtlich erfreut hervor, dass endlich einmal wieder jemand Besonderes in den Naturwissenschaften glänzen konnte.

Emotionen, Abschied und ein Blick in die Zukunft

Nach dem offiziellen Teil war es Zeit, die Erinnerungen für die Ewigkeit festzuhalten. Der Wettergott bewies dabei perfektes Timing. Nachdem es zunächst noch kräftig geregnet hatte, riss der Himmel pünktlich auf und die Sonne kam zum Vorschein. So konnten die frischgebackenen Abiturientinnen und Abiturienten sowohl in der Aula als auch draußen auf den Stufen vor dem Gebäude für die traditionellen Jahrgangsfotos posieren.

In diesen letzten Minuten der Feier wurde die ganze emotionale Bandbreite dieses Meilensteins spürbar. Es wurde vor Abschiedsschmerz geweint, aber noch viel mehr gelacht und laut gejubelt. Ein großartiger Tag und ein prägendes Kapitel der Schulzeit gingen damit zu Ende. Doch wie Jonah Igel so schön sagte: „Das Beste kommt erst noch!“

Der gesamte Jahrgang geht nun gestärkt, selbstbewusst und voller Tatendrang in die Zukunft. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg!

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