An zwei Projekttagen (29. und 30. April 2026) nahmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 der Rhenanus-Schule am neu konzipierten Politik-Parcours teil.
Das interaktive Bildungsangebot wurde umfassend überarbeitet und erstmals in dieser Form an der Schule durchgeführt.
Die Organisation und Durchführung vor Ort lag in den Händen von Schulsozialarbeiter Dirk Montag, der die Jugendlichen gemeinsam mit Jugendpflegerin Rukin Tatli, Kai Zerweck (Jugendpfleger Hessisch-Lichtenau) und Tobias Ziegler (Schulsozialarbeit Witzenhausen) durch die verschiedenen Stationen begleitete.
Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Frage, wie junge Menschen ihre Meinungen bilden.
In einem spielerischen Format „angelten“ die Schülerinnen und Schüler symbolische Informationsquellen wie WhatsApp, YouTube, Google, TikTok, klassische Nachrichtenportale oder Fernsehsender.
Auffällig war dabei das große Interesse an Künstlicher Intelligenz: Viele Jugendliche griffen gezielt auf ChatGPT zurück, etwa zur Unterstützung beim Lernen oder zum Übersetzen von Texten. Im anschließenden Austausch wurden sowohl Chancen als auch Risiken und Grenzen der unterschiedlichen Medien thematisiert.
Weitere Stationen des Parcours beschäftigten sich mit Beteiligungsformen von Jugendlichen, potenziellen Gefahren im gesellschaftlichen Kontext sowie verschiedenen Herrschaftsformen. Ein zentrales Element bildete ein überdimensionaler Jenga-Turm, dessen Bausteine zentrale Begriffe der Demokratie repräsentierten. Die Aufgabe bestand darin, vermeintlich „verzichtbare“ Elemente zu entfernen. Schnell wurde deutlich, dass das System instabil wird, sobald grundlegende Werte wie Menschenrechte, Religionsfreiheit, Frieden oder Gesetzgebung fehlen.
Der Politik-Parcours bot den Schülerinnen und Schülern somit eine praxisnahe und anschauliche Möglichkeit, demokratische Prinzipien zu reflektieren und deren Bedeutung für das gesellschaftliche Zusammenleben zu erkennen.
Die inhaltliche und methodische Neugestaltung des Parcours erfolgte durch die Schulsozialarbeiter der Gesamtschulen im Werra-Meißner-Kreis in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Jugendpflegern sowie der Kreisjugendförderung.
Finanziell unterstützt wurde die Überarbeitung durch die Partnerschaft für Demokratie.
Ziel des Projekts ist es, die Auseinandersetzung mit demokratischen Grundwerten zu stärken und das Verständnis für gesellschaftliche sowie politische Strukturen zu fördern.
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