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Vorlesewettbewerb 2023: Expeditionen ins Tierreich

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Gleich fünf sechste Klassen konkurrierten in diesem Jahr um den Titel des Vorlesemeisters.

Und die Jury, bestehend aus Schulleiterin Dr. Brenner, Grundschulkollegin Marita Waßmann, Buchhändler Wolfgang Frühauf und Vorjahres-Siegerin Jolanda Schramm, hatte ihre liebe Not damit, unter all den interessanten Vorträgen den allerstärksten zu ermitteln.

Organisiert  wurde die Veranstaltung von Till Bevern, moderiert von Meike Umbreit.Sehr souverän eröffnet Lily Fasshauer aus der G6a vom Podest in der raffiniert arrangierten Aula der Rhenanus-Schule den Lese-Reigen: Ebenso stimmkräftig wie akzentuiert führt Lily das Publikum in die Handlung von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ ein und geleitet die Zuhörer an das Grab des von Lord Voldemort gemeuchelten Dumbledore. Hogwarts und das Zaubereiministerium stehen unter fremder Kontrolle. Ganz still wird es in der Aula, wenn Lily maskierte Gestalten in Kapuzen am Grab auftauchen lässt und Harry und Hermine ihre Zauberstäbe zücken.

Den Stab reicht Lily weiter an Bela Stöber aus der G6b, der die Zuhörer in Margit Auers „Schule der magischen Tiere“ entführt, wo gerade die kleine Ida eintrifft und vom Geheimnis der sprechenden Vierbeiner erfährt. Dort soll heute der schüchterne Benni ein magisches Tier bekommen. Von Bela Stöber sehr mitfühlend vorgetragen, erfährt der Leser, wie Bennis innigster und sorgfältig gehegter Wunsch, einen Panther als Beschützer zu gewinnen, wie eine Seifenblase zerplatzt. Stattdessen blinzelt die Schildkröte Henrietta ihn aus dem Schuhkarton an.

Sprechende Tiere stehen auch im Zentrum der Mäuseuniversität, an der Louan Mieves aus der G6c das Publikum hospitieren lässt: Aus Torben Kuhlmanns Roman „Edison. Das Rätsel des verschollenen Rätselschatzes“ liest Louan die geschickt ausgewählte Schlüsselszene, in der eine junge Maus dem Mäuseprofessor eine vergilbte, verknitterte und zerfranste Tagebuchnotiz entgegenhält, die in altertümlicher Mäusesprache von verschwundenen Vorfahren, von deren Reise nach Amerika und von einem Schatz berichtet, der auf dem Meeresgrund liegen soll. Louan moduliert das Gespräch zwischen dem Professor und der kleinen Maus mit so überzeugend variierten Stimmlagen, dass das Publikum seine Freude daran hat. Die erste Mäusetauchexpedition aller Zeiten nimmt ihren Lauf.

Kaum sind die Mäuse aus dem Haus, trauen die Kätzchen sich hervor: Eileen Bender (F6a) liest aus Holly Webbs Vierpföter-Roman „Sammy traut sich nicht“. Auch Eileen hat eine Schlüsselszene ausgewählt: Die kleine Emma, die auf dem Ponyhof Reitstunden nimmt, macht sich Sorgen um ihre Lieblingskatze Tiggy, die seit Tagen nichts gefressen hat. Dabei wird Emmas Unruhe auch körpersprachlich treffend beschrieben: Sie nagt an der Unterlippe, blickt traurig auf die unberührten Futternäpfe und muss von ihrer Freundin Lisa tröstend in den Arm genommen werden, zumal Tiggy zu allem Überfluss auch noch verschwunden scheint. Tatsächlich jedoch gibt es schon bald Grund zur dreifachen Freude.

Zum Schluss des Reigens der Klassiker: Maximilian Belz aus der F6b führt das Publikum in das Berlin von „Emil und die Detektive“, genauer ins Cafe Josty in der Bellevuestraße 1: Emil und seine Freunde sind dem Dieb heimlich bis dorthin gefolgt und organisieren Hilfe, um den Übeltäter zu fangen. Maximilian lässt die Zuhörer an der wohlüberlegten Planung der Gruppe und an der Einrichtung einer Telefonzentrale teilhaben.

Nach der Kür das Pflichtprogramm: Alle fünf Teilnehmer müssen nun eine zweiminütige Passage aus dem Fremdtext „Flucht vom Mond“ von Andreas Schlüter vortragen. Es geht darin um den Besuch einer Schulklasse in einer Raumfahrtbehörde. Dabei schmeißen die aufgekratzten Kinder sich in einen Flugsimulator, fachsimpeln über die vitaminreiche Nahrung von Astronauten und über die Ferienflüge künftiger Weltraumtouristen, bis es einen gigantischen Knall gibt und sie sich auf dem Weg ins All befinden.

Vorlese Sieger

Nach dieser vergnüglichen Vielfalt von Vorgelesenem kürt die Jury zu guter Letzt Louan Mieves zum Schulsieger, beglückwünschte aber auch alle anderen Teilnehmer zu ihren Auftritten vor dem großen Publikum in der Aula.

Über seine Beziehung zum Bücherlesen berichtet Louan, dass er sehr gern seiner kleinen Schwester vorlese und dank dieser Erfahrung auch die Geschichte von der Mäuseuniversität ausgewählt habe. Außerdem habe das Buch ganz tolle Illustrationen. Lesen sei bei alledem aber gar nicht einmal sein „Haupt-Hobby“, wie Louan sagt. Als begeisterter Fußballer lese er aber abends sehr gern. Das helfe ihm beim „Runterkommen nach dem Fußball“.

Louan wird die Rhenanus-Schule im kommenden Jahr beim Kreiswettbewerb vertreten – und sich dort auf Schatzsuche begeben, ganz wie seine Mäuse-Expedition.

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