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Berufsinformationstag für achte und neunte Klassen

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Vorstrafen sollte man natürlich nicht haben, wenn man zur Bundespolizei möchte, erfahren die eingeladenen Acht- und Neuntklässler der Rhenanus-Schule beim Berufsinformationstag. Allerdings, so korrigieren sich die beiden jungen Polizisten, gar so streng gehe es auch bei ihnen nun auch wieder nicht zu:
Wer etwa mit 13 im Drogerie-Markt mal einen Lippenstift habe mitgehen lassen, heute aber ehrlich mit diesem Fehler umgehe, sei immer noch willkommen. Körperliche Fitness jedoch sei unverzichtbar: Man müsse einen strengen Sporttest absolvieren, sprinten, über Stangen springen.
Englischkenntnisse seien ebenso essentiell wie eine relativ sichere Rechtschreibung. Dazu müsse man sogar ein Diktat absolvieren – etwas, mit dem Neuntklässler in ihrem Schulalltag normalerweise längst nicht mehr konfrontiert werden.
Ach ja, Tätowierungen gelten als No-Go, jedenfalls im sichtbaren Bereich. Dafür locke eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit und womöglich sogar eine Karriere in der Elite-Truppe GSG 9.

Unterschiedlichste Ausbilder und Arbeitgeber haben sich an dieser - von Meike Umbreit organisierten - „Education Fair“ mit ihren Filmen, Vorträgen und Präsentationen an der Rhenanus-Schule eingefunden: Von Hessensound, der Firma, die außer dem „SoundGarten Open Air“ noch etliche andere Musikfestivals in der Region (mit)-organisiert, über das Autohaus Glinicke, die BKK Werra-Meißner, die Firma Saat- und Erntetechnik, das Romantikhotel Ahrenberg, die Gesundheitsholding Eschwege, das Finanzamt und die Bernd-Blindow-Schulen reicht die Phalanx bis hin zur Bundeswehr, die um das Interesse der Youngster wirbt: Beim „Bund“ werde natürlich nicht nur marschiert, sondern in Katastrophenfällen geholfen, etwa durch den Einsatz von Brückenlegepanzern. Bei Auslandseinsätzen müsse man mitunter innerhalb weniger Tage ein mobiles Krankenhaus errichten, in dem mit deutscher Medizintechnik gearbeitet werden könne. Spanned seien natürlich auch die Einheiten, die Cyber-Angriffe abwehrten. Mobil müsse man bei der Bundeswehr schon sein, aber mit 2400 Euro gebe es auch ein durchaus attraktives Einstiegsgehalt. Ganz nebenbei würde der „Bund“ auch die Kosten für die Führerscheine übernehmen.

Stoeber Glinicke

Etliche Ausbildungs-Varianten wie etwa den KFZ-Mechatroniker oder die Automobilkauffrau bietet das Autohaus Glinicke. Unterschätzen solle man dabei auch nicht das Berufsfeld des Lageristen: Das sei keineswegs so eine Art „Kellerassel“, sondern ein Experte, der die Kunden etwa im Hinblick auf Anbauteile berate. Auch der heutige Geschäftsführer der Glinicke-Filiale in Bad Sooden-Allendorf habe einmal als Lagerist angefangen.

Und was für Perspektiven bietet das Finanzamt?  Naturgemäß werden hier vorwiegend Akten überprüft: Zahlen, Transaktionen, Steuererklärungen. Bei der Suche nach Unregelmäßigkeiten verfüge man über sein eigenes Büro und könne relativ selbstständig arbeiten. Mittlerweile gebe es auch einen eigenen Studiengang Finanzwirtschaft in Rotenburg / Fulda.

Die Berufsschule Witzenhausen präsentiert ein Video zur Erzieherausbildung, das jugendgerecht von Technik im Kindergarten bis hin zu künstlerischer Freiheit beim Umgang mit Farben berichtet. Als Eingangsvoraussetzung solle man das Fachabitur vorweisen können.

Ein Buch mit sieben Siegeln war den jungen Leuten zunächst noch der Name „Volunta“. Über die Präsentation dieses Vereins berichtet Henrik Sundermann aus der Klasse G9b: Am 23.11 fand an unserer Schule ein informativer Vortrag der Organisation „Volunta“ im Rahmen des Berufsinformationstages statt, der von zwei engagierten jungen Damen gehalten wurde. Der Schwerpunkt des Vortrags lag auf ihren persönlichen Erfahrungen im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) im In- und Ausland. Die jungen Damen präsentierten ihre Erlebnisse und Erkenntnisse mit einer ansprechenden PowerPoint-Präsentation, die den Vortrag unterstützte. Der Fokus des Vortrags lag auf den Voraussetzungen und dem Weg zu einem FSJ. Dabei wurde betont, dass die Altersgrenze je nach Berufsfeld und Organisation bei mindestens 15 Jahren liegt. Interessanterweise wurde auch herausgestellt, dass gute Noten oder besondere Sprachkenntnisse in den meisten Fällen nicht zwingend erforderlich sind. Ein wichtiges Thema des Vortrags war die vielfältige Auswahl an Einsatzmöglichkeiten für ein FSJ. Die Referentinnen betonten, dass ein FSJ nicht nur in den klassischen Bereichen wie Kranken- und Altenpflege, sondern auch in Bereichen wie Natur und Umwelt oder Kultureinrichtungen absolviert werden kann. Dabei wurde hervorgehoben, dass ein FSJ nicht nur eine Möglichkeit zur beruflichen Orientierung und ein Plus im Lebenslauf darstellt, sondern auch wertvolle Erfahrungen und persönliche Weiterentwicklung ermöglicht. Besonders interessant war der Abschnitt des Vortrags, der sich mit einem FSJ im Ausland befasste. Die Referentinnen informierten darüber, dass mit Volunta ein FSJ in vielen verschiedenen Ländern auf vier verschiedenen Kontinenten möglich ist. Dies eröffnet den Teilnehmern die Chance, nicht nur ihre sozialen, sondern auch ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken. Es wurde betont, dass eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit Volunta ratsam ist, um den Auslandsaufenthalt gemeinsam zu planen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vortrag von Volunta einen umfassenden Einblick in die Möglichkeiten und Voraussetzungen eines Freiwilligen Sozialen Jahres bot. Die persönlichen Erfahrungen der Referentinnen, unterstützt durch eine informative Präsentation, haben bei den Schülern sicherlich Interesse und Motivation geweckt, sich näher mit der Option eines FSJ auseinanderzusetzen.

Henrik Sundermann - 9Gb

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