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Sticks and Stones — White Horse Theatre

Die Jahrgänge 8 und 9 verfolgten in der Aula das englischsprachige Stück „Sticks and Stones“ der Theatergruppe White Horse Theatre, das von der Fachschaft Englisch organisiert wurde. Der Titel nimmt Bezug auf das Sprichwort „Sticks and stones can break your bones, but words can crush your soul“ und führte die Zuschauerinnen und Zuschauer eindringlich in das Thema Mobbing ein.

Die vier Schauspieler Peter, George, Fran und Abby präsentierten eine brillante Inszenierung und schlossen die Aufführung mit dem eindringlichen Satz „The worst are not the bullies, the worst are the watchers.“ In der Handlung werden Tony und Ruth im Schulalltag geschlagen, beleidigt und fertiggemacht, solange Lehrkräfte nicht hinsehen; schließlich drehen sie den Spieß um und fliehen auf jeweils eigene Weise aus der bedrückenden Situation. Das offene Ende regte die Schülerinnen und Schüler zum Weiterdenken an: Wie lange hält der Frieden, und ist Ruth nun selbst zur Täterin geworden? 

Zum Abschluss durchbrachen die Schauspielerinnen und Schauspieler die vierte Wand und reflektierten ihre Rollen, wodurch die Auseinandersetzung mit den dargestellten Konflikten noch vertieft wurde.

Besonders bemerkenswert war die bewusste Umkehrung von Geschlechterrollen: Im Vergleich zum Skript wurden weibliche Namen für männliche Charaktere und umgekehrt verwendet, was die Jugendlichen zum Nachdenken über Rollenbilder und Geschlechter anregte. Die durchweg negativ dargestellten Erwachsenen, also Lehrkräfte und Eltern, machten deutlich, dass Mobbing nicht isoliert entsteht, sondern in einem Klima der Gleichgültigkeit und fehlender Zivilcourage gedeiht. Diese Perspektive eröffnete wichtige Gesprächsansätze darüber, wie Verantwortung und Unterstützung im Schulalltag aussehen sollten. Dies sind Elemente des postdramatischen Theaters, welche mehr sich relevanten gesellschaftlichen Themen widmet, die vor allem junge Menschen betreffen. 

Im Anschluss an die Aufführung nutzten zahlreiche Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern ins Gespräch zu kommen. Die Diskussionen drehten sich sowohl um die inhaltlichen Fragen des Stücks als auch um den Touralltag einer fahrenden Theatergruppe, wodurch die Teilnehmenden Einblicke in die Arbeit hinter den Kulissen und die Herausforderungen des professionellen Theaters erhielten. Die rege Beteiligung zeigte, wie sehr das Stück berührte und zum Nachdenken motivierte.

Wir danken allen, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben: den Darstellenden für ihre überzeugende Leistung, der Fachschaft Englisch für die Organisation, den Lehrkräften für die Begleitung sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern, die beim Auf- und Abbau unterstützt haben. Die Aufführung von „Sticks and Stones“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie Theater als Medium gesellschaftliche Themen sichtbar macht und zur Reflexion anregt.

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