Rhenanus-Schule   Bad Sooden-Allendorf

Von Vampiren und vom Vatikan, von Adoleszenz und Apokalypse

Der Vorlesewettbewerb der 6. Klassen an der Rhenanus-Schule
13. Dezember 2017

Vorlesewettbewerb 2017

„Lesen ist wie eine Abenteuerreise in fremde Länder, in Fantasiewelten oder auch in den eigenen Kopf“, sagte einst der britische Autor Joseph Addison – und er fügte hinzu: „Lesen ist für den Geist, was Sport für den Körper ist.“
Ganz in diesem Sinne trafen sich die 6. Klassen der Rhenanus-Schule, um einander die Ergebnisse ihrer Abenteuerreisen in die Welt der Bücher zu präsentieren – und um dabei auch noch den Vorlese-Meister der Schule zu ermitteln.

Celina Gerlach entführte die Zuhörer dabei zunächst in das Leben der halb-vampirischen Teenie-Schwestern Daka und Silvania aus Transsilvanien, die Fliegersonnenbrillen, Cellos, Blutegel, Liebesromane und extravagante Hüte mögen – und deren Abenteuer inzwischen zu einem Jugendbuch-Renner geworden sind. Bereits 13 Bände sind in der Reihe „Die Vampir-Schwestern“ erschienen.
Während Celinas makellosem Lesevortrag ist es mucksmäuschenstill unter den etwa 80 jungen Zuhörern – und bestimmt haben Daka und Silvania etliche neue Fans gewonnen.

Ein weiter Weg folgt alsdann von den Vampiren bis in den Vatikan: Emelie-Marie Tölle stellt mit dem Roman „Päpste pupsen nicht“ von Alexander Smoltczyk die Geschichte der 11-jährigen Smilla vor, die mit ihren Eltern in die ewige Stadt Rom gezogen ist. Dort lernt sie mit Eloise das einzige Mädchen kennen, das im Vatikan leben darf, da ihr Vater seinen Dienst bei der Schweizer Garde leistet. Gemeinsam erkunden die beiden Kinder die Stadt und beobachten dabei merkwürdige Formationen am römischen Himmel. Sollte es ferngesteuerte Vögel geben?

Von ganz persönlichen Mädchen-Problemen hingegen erzählt der Roman „Yolo, der wildgewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“ von Gerlis Zillgens, den Anna Katharina Rang präsentiert. Die Heldin der Geschichte Yolo ist die einzige Tochter eines in Trennung lebenden Ernährungsberater-Paares, die ein heftiges Päckchen Eltern-Frust zu tragen hat. Und dann ist da noch Jo Zwometerzwo, von dem Yolo endlich einmal beachtet werden möchte.
Anna Katharina bringt mit ihrem gekonnten Vortrag das Publikum wieder und wieder zum Schmunzeln.

Antonia Meister schließlich führt die Zuhörer mit dem dystopischen Roman „Evolution“ von Thomas Thiemeyer in eine düstere Zukunft: in eine Welt nach einem Kometeneinschlag, in der nur wenige Menschen überlebt haben und in der obendrein überall Gefahren lauern. Entsprechend ambitioniert und beeindruckend ist Antonias Vortrag. Das Urteil „exzellente Betonung“ notieren sich gleich mehrere Mitglieder der Jury, die aus gleich sechs Bücherfreunden besteht: den Buchhändlern Ursula Vogeley und Wolfgang Frühauf, der Deutschlehrerin Marita Waßmann, dem Schreibtrainer Stefan Schwidder, der jungen Poetin und Germanistin Julia Stumpf und der Schülerin Julia Ullrich, die als Vorjahres-Siegerin ebenfalls zu den Juroren zählt.Vorlesewettbewerb SiegerInnen 2017

Nach dem selbstgewählten Text – der „Kür“ – müssen die Kandidatinnen als Pflichtprogramm noch einen fremden Text lesen, diesmal aus dem Roman „Das Auge von Licentia“ von Deana Zinßmeister.
Juror Wolfgang Frühauf, der dieses Werk ebenso wie die Vorjahres-Siegerin empfohlen hat, stellt in kurzen Zügen die Handlung vor, die in der vermeintlichen Mittelaltersiedlung Licentia spielt. Tatsächlich sind die Einwohner aber nichtsahnende Objekte einer Fernsehshow, die die ganze Welt seit vielen Jahren Tag für Tag verfolgt.
Erst allmählich kommen die Lügen und Geheimnisse ans Tageslicht – und die junge Heldin Jonata wird zur Bedrohung.

Zu Heldinnen werden auch die Kandidatinnen, die diesen durchaus anspruchsvollen Text meistern.

Am Ende gewinnt Emelie-Marie Tölle die Gesamtwertung, da sie auch diesen Text sehr sicher und mit durchweg situationsgerechter Betonung lesen konnte.
Sie wird die Schule nun beim Wettbewerb auf Kreisebene vertreten.

Ein großes Kompliment an alle Kandidatinnen, an ihre Lehrerinnen sowie an das junge und disziplinierte Publikum, das einen interessanten und fairen Wettbewerb möglich gemacht hat.

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